Du gamla, du fria...

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Montag, 28. November 2016

1. Advent...



Nun ist es doch tatsächlich schon soweit:
Die Adventszeit hat begonnen...!

Dieses Wochenende war seit langer Zeit reserviert,
um mit den Kindern ausgiebig zum Advent zu backen.
In den letzten zwei Jahren hatten wir es gar nicht geschafft, Plätzchen zu backen,
und meine Lieben waren zu recht enttäuscht...
Um so schöner hatten wir es in diesem Jahr!!!
Sieben Sorten Weihnachtskekse versüßen uns nun die Wartezeit bis zum großen Fest! :) :) :)

Besonders hat mich eine Kekssorte begeistert,
die ich dieses Jahr zum ersten Mal ausprobiert habe:
schwedische 'Saffransdrömmar'...
Soooo lecker, sooo gut
- und dabei so simpel...!
Das Rezept will ich Euch hier noch schnell ans Herz legen
- ganz klare Nachbackempfehlung! ;)

Habt eine schöne Adventszeit Ihr Lieben!♡
Habt es fein!
*julia



*
SAFFRANSDRÖMMAR

100g Butter, Zimmertemperatur
3 dl Zucker
1 EL Vanillezucker
1 dl Raps.- oder Speiseöl
4 dl Weizenmehl
0,5g Safran
geriebene Schale einer halben Orange
1 TL Hirschhornsalz

Den Ofen auf 160*C vorheizen.
Butter, Zucker und Vanillezucker weiss und porös verrühren.
Das zimmerwarme Öl unterrühren.
Weizenmehl, Safran, Orangenschale und Hirschhornsalz mischen
und unter den Teig mengen. Schnell zu einem Teig verarbeiten.
Den Teig in 4 gleich große Teile teilen.
Dann jeden dieser Teile in 12 kleine Portionen teilen.
Jeden kleinen Teil zu einem Ball formen
und mit ausreichend Abstand zueinander,
auf ein mit Backpapier belegtes Backblech platzieren.
Die Bällchen 'zerfließen' während des Backens.
Die Kekse in der Mitte des Ofens ca 25 Minuten backen.
Auf dem Blech abkühlen lassen.
*
(zur Erinnerung: eine Hilfestellung zu den dl-Angaben findet Ihr beim letzten Rezept zu den 'Kanelbullar'...)








Mittwoch, 5. Oktober 2016

Kanelbullens dag...


Hoch lebe das Zimtbrötchen!!!
Gestern war er - der Tag des Zimtbrötchens!

Die Schweden lieben jede Form von 'fika'!
 (deutsch: vespern, (Kaffee)Pause machen)!
- Ihre Kaffeepausen sind Ihnen heilig!!!
Dass Schweden an Platz drei der Weltliste in Punkto Kaffeekonsum steht, 
wundert da nicht wirklich... :) 
(Weiter vorn liegen nur noch Finnland und Norwegen...)
Besucht man spontan einen Schweden Zuhause,
wird sicher mindestens ein Kaffee angeboten,
wenn nicht sogar -aus scheinbar nie endenden Tiefkühlquellen-
sieben Sorten Kekse oder anderes Gebäck hervorgezaubert wird...

Ganz hoch oben im Kurs steht die Kanelbulle!
Sie wird natürlich das ganze Jahr über verzehrt,
aber dieser Tag ist voll und ganz ihr gewidmet!
Am 'Kanelbullens dag' werden so viele von den süßen Teilchen verspeist,
wie jeder einzelne vertragen kann... :)
Selbst in den Büros wird aufgetischt - für die gesamte Belegschaft!
Sympathisch, oder...!?

Ich habe gestern auch gebacken!
Köstlich!!!
Und wer hat noch Angst vor Hefeteig?
Ich nicht mehr!!! So schnell und einfach zusammengeknetet!
Bis auf die Zeit, die man dem Teig zum gehen eben geben muss,
-super schnell und unkompliziert gemacht!
Und lecker! -sagte ich das schon...? :) :) :)


Also, falls Ihr auch mal eine ur-schwedische 'fika' zelebrieren möchtet,
-hier folgt das Rezept:

Kanelbullar (ca 40 Stk.)

100g Butter
4 dl Milch
50g frische Hefe (>42g)
1 dl Zucker
2 Prisen Salz
10-12 dl Weizenmehl

Füllung:
3 Esslöffel Butter
3 Esslöffel Zucker
2 Teelöffel Zimt

40 Papierförmchen

1 Ei
Hagelzucker

* Die Angaben im Rezept sind in dl - das ist in Schweden so üblich!
Ich habe mir mittlerweile ein dl-Maß besorgt,
man kann die Mengen aber natürlich auch grob umrechnen!
Dafür hier eine kleine Hilfestellung von einer Liste aus dem Internet:
1 dl Milch > 100g
1 dl Zucker > 100g
1 dl Weizenmehl > 60g



1

Butter in einem Topf schmelzen.
Die Milch zufügen und alles auf 'Fingerwärme'
abkühlen lassen.
(Vorsicht! Wenn Ihr die Flüssigkeit zu heiß verwendet,
zerstört die Hitze die Hefe und Euer Teig geht später nicht auf!)


2

Die Hefe in eine Schüssel krümeln und die Flüssigkeit zufügen.
Rühren bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Zucker und Salz zufügen.
Dann das Mehl einarbeiten.
Ein Hefeteig wird immer dann am besten,
wenn man so wenig Mehl wie möglich verwendet.
Also: So viel Mehl unterkneten, bis sich der Teig vom Schlüsselrand zu lösen beginnt.
Den Teig mit einem Handtuch abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

(Im Rezept stehen 50g Hefe - ich habe einen in Deutschland üblichen 42g  Frischhefewürfel verwendet und das Ergebnis war ok!)


3

Dann nochmals schön geschmeidig kneten.
Den Teig in zwei gleich große Teile teilen und aus jedem ein Rechteck ausrollen.
Die Zutaten für die Füllung zusammen rühren
und je die Hälfte gleichmäßig auf den Rechtecken verstreichen.


4

Nun jede dieser Platten zu einer langen Rolle  zusammenrollen,
die dann in je 20 Teile geschnitten wird.
Jede dieser Teigscheiben flach in eines der Papierförmchen legen
und weitere 30 Minuten gehen lassen.
Den Ofen vor auf 220*C vorheizen.


5

Das Ei und verrühren und die Schnecken damit bepinseln.
Etwas Hagelzucker darüber streuen.
(Ich habe zusätzlich ein paar Kürbiskerne verwendet - einfach weil ich es mag! :)
Die Kanelbullar werden nun ca. 8-10 Minuten im Ofen gebacken, bis sie schön golden sind!
Abkühlen lassen und genießen!!! :)



(Quelle: Det svenska köket - mat för hela året, Margareta Schild-Landgren, Norstedts)


Seit ich für die schwedischen Rezepte ein dl-Maß verwende,
gelingen sie viel besser!
Bekommt man z.B. bei www.baldershage.se







Fika!


Kaum waren sie fertig - waren sie auch schon wieder weg... :) :) :)

Das Schicksal hat es gut mit mir gemeint und so habe ich ausgerechnet gestern im Supermarkt diese gefrorene Köstlichkeit von 'Sia Glass' entdeckt - ein lustiger Zufall...! :)
Ein Sahneeis mit Zimtbrötchen!



Sooo unglaublich sahnig und lecker!!!

Samstag, 9. Juli 2016

Wunderbare Erdbeerzeit...


Erdbeeren satt!
Einer meiner Highlights im Sommer!
Im Joghurt, im Müsli, im Eis,
im Kuchen, zu Waffeln,
als Marmelade, als Sirup,
...oder am liebsten:
einfach PUR!

Ich liebe diese unglaublich süßen und schmackhaften Früchtchen!

Habt einen wunderbaren und beerigen Sommer Ihr Lieben!♡
Liebe Grüße!
*julia









Montag, 28. März 2016

Glad påsk!


Frohe Ostern!!!

Ich hoffe Ihr hattet alle eine wundervolle,
entspannte Zeit mit Euren Lieben!!!

Uns war das Wetter hold,
der Osterhase war fleißig
und wir hatten es gemütlich!
Ein gelungenes Wochenende also!
Nun ist der März auch schon fast wieder vorbei
und der Frühling nimmt hoffentlich bald fahrt auf!
Ich freue mich schon so auf lange Tage auf unserem Holzdeck!!!
Die ersten Zitronenfalter haben wir schon gesichtet
- immer ein sicheres Zeichen...! :)

Habt es fein Ihr Lieben!♡
*julia










Ein Familienfavorit - nicht nur zu Ostern!
super-saftiger Eierlikörkuchen!
Ein einfacher Rührkuchen - blitzschnell gemacht!!!

Eierlikörkuchen

5 Eier
250g Puderzucker
2 Tüten Vanillezucker
250g weiche Butter oder Pflanzencreme
1/4l Eierlikör
250g Mehl
1 Tütchen Backpulver

Backofen auf 160*C vorheizen.

Eier mit Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren.

Butter und Eierlikör unterrühren.

Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und zügig einrühren.

Bei 160*C ca. 45 Minuten backen.
(In dem Rezept stehen 45 Minuten - ich verlängere immer um mindestens 20 Minuten,
meistens sogar nochmals um weitere 10 Minuten!)
Prüft zwischendurch mit einem Holzstäbchen!
Solange noch flüssiger Teig am Stäbchen klebt, ist er nicht gar!
Ein wenig klitschig darf dieser Kuchen aber gern sein, finde ich... ;)
Nach 45 Minuten decke ich den Kuchen mit etwas Alufolie ab,
damit er nicht zuviel Farbe bekommt.








Montag, 14. Dezember 2015

Lucia...


...das Fest der Lichterkönigin!

Gestern, am 13. Dezember, wurde überall in Schweden das Fest der heiligen Lucia gefeiert!

Zu einem landesweiten Brauch entwickelte sich das Lucia-Fest
erst seit Beginn des letzten Jahrhunderts
und es steigt seitdem stetig in der Popularität
und Wichtigkeit der schwedischen Adventstraditionen!

Zurück geht dieses Fest wohl auf ältere Festlichkeiten zur Wintersonnenwende,
die nach dem alten Kalender auf den 13. Dezember fielen.
Und natürlich auch auf die Geschichte der heiligen Lucia,
die -wie alte Erzählungen berichten-
einen Kerzenkranz auf dem Kopf trug, um die Hände frei zu haben,
damit sie die Armen mit Essen versorgen konnte.
Lucia lebte in Sizilien und wurde einem Mann versprochen,
der ihren Glauben nicht teilte.
Sie verweigerte sich, verschenkte die komplette Mitgift an die Armen
und starb den Märtyrertod - mit gerade mal 20 Jahren...

Auch heute trägt die Lucia mit ihrem Gefolge das Licht in die dunkle Nacht!
Traditionell bringen die Kinder den Eltern am Luciatag
früh morgens das Frühstück ans Bett.
Es gibt wohl kaum einen Kindergarten, kaum eine Schule und kaum eine Gemeinde in Schweden, in denen keine Lucia-Umzüge stattfinden!
In größeren Städten -und sogar für ganz Schweden-
finden mittlerweile Ausscheide statt,
die in ihrer Art sehr an die Kür einer Schönheitskönigin erinnern!
Einmal im Leben die Lucia sein...!!!
Davon träumt wohl jedes Mädchen in Schweden!
(Jungs dürfen bisher (noch) nicht offiziell die Lucia sein!
- etwas, das im offenen Schweden durchaus kritisch diskutiert wird...!)
Die Umzüge finden in Kirchen, Gemeindehäusern, Einkaufszentren, Altenheimen und ähnlichem statt...
Sie sollen Freude und Hoffnung in die dunkle Jahreszeit bringen!
Es werden traditionelle Lieder Gesungen (neugierig? *klick!)
und besonders an diesem Tag wird ein traditionelles Adventsgebäck serviert:


Lussekatter
(ca.32 Stück)

50g frische Hefe
150g Butter
500ml Milch
1g Safran
1,5 TL Salz
150g Zucker
2TL Backpulver
ca 900g Weizenmehl
Rosinen zum Verzieren
1 Ei


1

Die Hefe in eine Backschüssel krümeln.
Die Butter in einer Kasserolle schmelzen,
vom Feuer nehmen und die Milch dazu geben.
Die Milchmischung auf Fingerwärme abkühlen lassen!
Die Milchmischung darf auf keinem Fall wärmer sein - sonst
sterben die Hefekulturen und das Gebäck geht nicht auf!

2

Die Milchmischung über die Hefe geben und gut verrühren,
so dass sich die Hefe auflöst.
Safran, Salz und Zucker zufügen.
Das Backpulver unter das Mehl mischen.
Nun auch das Mehl zufügen!
Nicht gleich die ganze Menge Mehl verwenden!
Wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst
und gut durchkneten lässt ohne die Finger völlig zu verkleben,
ist genug Mehl im Teig!
Die Lussekatter werden saftiger und luftiger,
wenn möglichst wenig Mehl verwendet wird!

3

30 Minuten an einem zugfreien Ort bei Zimmertemperatur gehen lassen!
Dann den Teig noch einmal kräftig geschmeidig kneten.

4

Den Teig in 4 gleich große Teile teilen.
Jeden Teil zu einer dickeren Rolle rollen
und diese dann in je 8 identische Teigportionen.
Jede Portion zu einer etwa fingerdicken 'Wurst' rollen.
Die Enden gegenläufig einrollen, wie auf dem Foto unten zusehen ist.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Nun eine Rosine in die Mitte einer jeden Schnecke drücken.

5

Noch einmal 30 Minuten gehen lassen!
Während dessen den Backofen auf 225*C vorheizen.

6

Das Ei mit einer Gabel in einer Tasse oder einem Schälchen verquirlen.
Die Brötchen vorsichtig mit einem Backpinsel mit dem Ei bestreichen.
(Manche bestreuen die Brötchen nun noch mit grobem Hagelzucker - nach Geschmack!)
In der Mitte des Ofens ca 7-11 Minuten backen, bis sie hellgoldbraun sind.

Vor dem Verzehr etwas abkühlen lassen.
Sollen die Brötchen nicht sofort gegessen werden,
bleiben sie leckerer, wenn sie nach dem Abkühlen
möglichst luftdicht verpackt werden!
Sie lassen sich auch wunderbar einfrieren!


Safran - ein wichtiger Bestandteil der Luciabrötchen!
Seine gelbe Farbe steht wieder als Symbol des Lichts, der Hoffnung und des Glaubens - gegen das Dunkle und Böse!
In Schweden ist Safran ein wesentlich gängigeres Gewürz als in Deutschland!
Man bekommt diese Kostbarkeit im Supermarkt in kleinen Briefchen zu 0,5g
zu deutlich humaneren Preisen als hier bei uns.
Wer schon -wie ich- die Gewürzregale dort auf und ab gelaufen ist
um dann verzweifelt aufzugeben, dem sei gesagt:
Der Safran wird in der Kasse aufbewahrt und man muss die Kassiererin ansprechen,
dass und wie viel Safran man benötigt!



'Lussekatter' werden in der kompletten Adventszeit angeboten und gegessen,
am Luciatag dürfen sie nicht fehlen!
Viele Familien zelebrieren die Lussekatter-Premiere am Luciatag!
- Vorher werden die Luciabrötchen dann dort noch nicht gegessen...!
Andere nehmen es da nicht so genau! ;)
Jetzt kann es Weihnachten werden!♡

Wir haben uns gestern Abend das wunderbare Luciakonzert
in der Schwedischen Seemannskirche hier in Hamburg angesehen.
Bei uns seit einigen Jahren eine sehr schöne Adventstradition!
Wunderschöner Gesang, eine unbeschreibliche Stimmung...
- Ein Abend für Besinnlichkeit und Ruhe, was sonst in der Vorweihnachtszeit
ja leider doch häufig auf der Strecke bleibt!
Soo schööön!!!

Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Adventszeit!
Habt es fein ihr Lieben!♡

*julia